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Krankheiten und deren Behandlungen
 
Dies ist nur ein reine Informationsseite, die auf keinen Fall den Gang zum Tierarzt ersetzen kann und soll!

Bitte geht lieber einmal mehr zum Tierarzt, als einmal zu wenig.
 
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Afterverklebung:

siehe auch Durchfall

Ballengeschwüre:

Ballengeschwüre treten vor allem bei übergewichtigen Tieren auf, deren Behausung nicht häufig genug gereinigt wird. Sie können durch eine leichte Verletzung der Haut begünstigt werden.

Blasenerkrankung:

Bei Meerschweinchen können Blasenerkrankungen bis zu Blasensteinen auftreten (erkennbar dadurch, dass das Tier entweder keinen Harn mehr absetzt oder deutliche Schmerzen dabei hat). Der Urin des Tieres kann dabei blutig sein.

Vorbeugung:
Die Meerschweinchen nicht dem direkten Luftzug stellen.

Behandlung:
Mit dem Tier zum Tierarzt fahren, der verabreicht dem Tier dann z.B "Sulfonamide". Sollte innerhalb von 24 Stunden keine Besserung eintreten, muss das Tier aus Blasensteine untersucht werden.

Durchfall:

Durchfall erkennt man an schmierigen bzw. ungeformten Kot, auch wenn die Afterregion des Meerschweinchen verklebt ist.

Behandlung:
Wenn man soetwas beobachtet, sollte man am Besten eine 3-Tage-Heu-Diät machen, d.h. 3 Tage nur Heu und Wasser dem Meerschweinchen zur Verfügung stellen. Meistens ist dann der Durchfall auch wieder auskuriert, wenn er jedoch dann noch anhält, sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Besonders sollte man in dieser Zeit auf das Gewicht des Meerschweinchens achten, da dieses sehr schnell abnimmt.

Eierstockzysten:

Eierstockzysten erkennt man durch eine Verdickung am Körper und Haarausfall an den Flanken des Tieres. Im Alter zwischen 2 - 4 Jahren können solche Zysten auftreten.

Vorbeugung:
Meerschweinchendamen mit einem Bock (z.B einem Kastraten) zusammenhalten.

Behandlung:
Nur eine Hormonbehandlung und eine Operation bringen Abhilfe.

Erkältung:

Meerschweinchen mit Mangelerscheinungen, z.b durch ein geschwächtes Immunsystem neigen oft zur einer Erkältung. Auch ein falscher Käfigstandort (Zugluft, zu feucht oder zu kalt) kann der Auslöser sein.

Behandlung:
Das Meerschweinchen wärmen (z.B mit einer Rotlichtlampe) bzw. den Käfig an einen wärmeren Ort umstellen und ein Vitaminpräperat verabreichen.

Zur Stärkung des Immunsystems kann man eine Echinacea-Kur machen. Echinaceasaft gibt es in der Apotheke und man darf nur den Alkoholfreien nutzen.

5 ml Echinacea auf 1,5 l Wasser
7 Tage über das Trinkwasser verabreichen
3 Wochen warten
Gegebenenfalls nochmal 7 Tage verabreichen.

Haarlinge:

Findet man bei seinem Meerschweinchen kleine, fast weisse "Würmchen" im Fell, die sich heftig ringeln und dicht an der Haarwurzel sitzen, so kann man davon ausgehen, dass es sich um Haarlinge handelt. Diese Parasiten sind so recht harmlos, aber bei dem Meeri kann es zu häufigen Kratzen kommen, denn ein starker Juckreiz stellt sich meistens ein. Wenn sie sehr doll befallen sind, dann kratzen sie sich stärker, springen wild umher oder laufen wie aufgestachelt durch den Käfig.

Die Haarlinge kleben ihre Eier an die Haare und ernähren sich ausschliesslich von Hautschuppen und Haut-absonderungen.

Vorbeugung:
Eigentlich nicht möglich da man sich Haarlinge mit Stroh / Heu sehr leicht holen kann.

Behandlung:
Falls Wochende ist oder der Tierarzt gerade nicht da ist, hilft als erste Massnahme auch das Einsprühen mit einem Ungeziefermittel zur ersten Linderung, aber trotzdem sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Besonders sollte man auf mögliche offenen oder blutende Wunden achten, da diese sich leicht infizieren können.

Hitzschlag:

Meerschweinchen sind sehr hitzeempfindliche Tiere, da sie selber nicht schwitzen können. Bei Temperaturen über 20 Grad Celsius und ohne eine Schatten bietende Möglichkeit können Meerschweinchen sehr schnell überhitzen (es kann sogar zu einem Hitzschlag kommen).

Ein Häuschen das direkt in der Sonne steht, wirkt dann wie ein Brutkasten!

Vorbeugung:
Tiere nicht in die direkte Sonne stellen, bzw. viele Schattige Plätze herrichten.

Behandlung:
Das Tier dringend herabkühlen (Kühler Raum, Feuchte Tücher) und sofort zum Tierarzt bringen.

Hornhautentzündung:

Das Auge / die Hornhaut kann sich ein Meerschweinchen sehr schnell verletzten, z.B. durch einen Heuhalm der beim laufen in das Auge kommt.

Behandlung:
Beim Tierarzt bekommt man eine Salbe und Augentropfen, diese kann man dann jeden Tag immer abwechselnd ins Auge geben, dadurch heilt die Hornhaut sehr schnell.

Kotverklebungen:

Afterverklebungen können eine Folge von Durchfallerkrankungen sein. Die Ursachen können Bakterien sein, die man sich ganz schnell durchs Futter holen kann.

Behandlung:
Siehe Durchfall

Lange Krallen:

Man sollte stets bei seinem Meerschweinchen auf die Krallen achten, da zu lange Krallen es beim Laufen behindern. Man sollte sie regelmäßig, wenn nötig, schneiden und dabei auf die durchbluteten Stellen (Leben) achten. Gerade bei dunklen Krallen ist es sehr schwierig und Abhilfe stellt da eine Taschenlampe die man an die Krallen hält und dadurch die Leben erkennen kann. Aber auch jeder Tierarzt ist gerne beim Krallenschneiden behilflich.

Lippengrind:

"Wunde Lippen" oder auch "Lippengrind", tritt beim Meerschweinchen durch Mangel an Vitamin C auf.

Vorbeugung:
Dem Tier mehr Vitamine (Vitamin C und B-Komplex) z.B übers Trinkwasser verabreichen und viel Grünfutter anbieten.

Behandlung:
Bei starker Verkrustung: Einen Tierarzt aufsuchen, der behandelt dann die Krusten mit einer Salbe und/oder einer Kamillenlösung.

Milben:

Milben sind kleine Spinnentiere und es gibt bei ihnen verschiedene Arten. Ganz harmlos ist die Pelzmilbe und diese wird man am besten mit einem Ungezieferspray los. Sie ist jedoch auch sehr klein und man kann sie schwer mit blossen Auge erkennen, aber ein Meerschwein kratzt sich vermehrt, wenn es befallen ist. Wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Meerschwein befallen ist, hilft wieder nur ein klärendes Gespräch mit einem Tierarzt.

Dann gibt es noch die sogenannten Grab- oder Räudemilben und hier hilft am Besten nur ein Tierarzt. Es entstehen hier oft offene Wunden und dicke schorfige Krusten. An den Ohren bzw. am Ohrenausgang ein krümliges schwarzes Sekret erkennen, falls dort ein Milbenbefall vorliegt.

Vorbeugung:
Die Fell der Tiere öfter mal auf kleine Parasiten untersuchen.

Behandlung:
Am besten hilft hier das Mittel IVOMEC, dass der Tierarzt dem Meerschwein spritzt, oder er träufelt es dem Meerschwein in den Nacken.

Meerschweinchenlähme:

Meerschweinchenlähme ist eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit, wobei die Viren eine Gehirn- oder Rückenmarksentzündung verursachen. Die Intubationzeit beträgt ca. 9 - 23 Tage.

Die Ansteckung erfolgt über die Nahrungsaufnahme, ein Impfstoff existiert bis jetzt (Stand 2004) noch nicht.

Verlauf der Krankheit:
Das Meerschweinchen verweigert die Nahrungsausnahme und sitzt vermehrt nurnoch mit gestreubten Fell im Gehege. Wenn das Meerschweinchen dann anfängt zu laufen, so zieht es meist eins der Hinterbeinchen hinter sich her. Die Lähmung fangt an den Hinterbeichen an, und breitet sich dann langsam zum Vorderteil des Körpers aus.

Vorbeugung:
Dem Tier mehr Vitamine (Vitamin C und B-Komplex) z.B übers Trinkwasser verabreichen.

Behandlung:
Dringend einen Tierarzt aufsuchen.

Ohrenentzündungen:

Eine besonders empfindliche Stelle für Parasiten, Pilze und Bakterien bilden die Ohren. Kratzt sich Ihr Meerschweinchen häufig, schüttelt es vermehrt den Kopf oder verhält es sich nervös, als würde es ihm jucken, dann sehen Sie sich die Ohren etwas genauer an.

Probieren Sie niemals das Ohr selber mit einem Wattestäbchen zu reinigen!

Behandlung:
Ist das Ohrinnere sehr gerötet, geschwollen oder verkrustet, so suchen Sie sie ihrem Tierarzt auf.

Päppelbrei-Rezept:

Rezept 1:
Alete Gemüsebrei (z.B. Karotte) : 2-3 Teelöffel
Weizenschrot : 1 Teelöffel
feingemahlen Schmelzflocken : 1-2 Teelöffel
Honig bzw. Traubenzucker : 1 Teelöffel
Zwieback : ca. 1 Stück
Vitamine (z.B. Vitacombex) : einige Tropfen

Die Schmelzflocken in einer Tasse anrühren und dann nach und nach den Rest der Zutaten hinzugeben. Es sollte ein Brei entstehen, den man auch leicht warm füttern kann mit Hilfe einer Spritze (ohne Nadel !!).

Rezept 2:
Futterpellets in einer Mühle kleinmahlen und mit Heusud (Tee aus Heu gekocht) zu einer dünnflüssigen Masse anrühren und mit einer Spritze verfüttern.

Rezept 3:
Haferflocken, denn sie machen sehr gut dick und daher sollte man sie auch sonst nur in Maßen und nicht in Massen verfüttern :o)

Pelzmilben:

Pelzmilbenbefall erkennt man daran, dass sich im Fell winzig kleine Punkte zu erkennen sind, und das sich das Meerschweinchen im späterem Verlauf der Erkrankung öfters kratzen muss. In dunklem Fell sehen diese hell aus, und in hellem Fell, dunkel. Die Pelzmilben sitzen am einzelnen Haar.

Behandlung:
Siehe Milben

Pilzbefall:

Wenn man mit den Fingern das Fell auseinander streicht, kann man bis auf die Haut hinunter sehen. Lästige Parasiten sammeln sich gern am Haaransatz, und können Pilzerkrankungen beim Meerschweinchen hervorrufen. Der Pilzbefall sieht oft weiß und schuppig aus, man erkennt ihn durch den kreisrunden Haarausfall mit rötlichem Rand, schuppigen und brockigen Belägen. Das betroffene Tier neigt auch oft dazu sich zur kratzen.

Pilze können auf den Menschen übertragen werden! Durch Gummihandschuhe schützen und ggf. Hände und Geräte desinfizieren.

Behandlung:
So schnell wie es geht den Tierarzt aufsuchen!

Schiefhals:

Torticollis (Muskulärer Schiefhals) ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern eher ein "Geburtsfehler", wie er auch beim Menschen vorkommt. Das charakteristische Bild zeichnet sich durch Kippen des Kopfes zur betroffenen und Drehung des Kopfes zur gesunden Seite aus. Es kann vorkommen, wenn das Becken vom Weibchen zu eng bzw. verknöchert ist, dass das Baby bei der Geburt "gestaucht" wird und sich dadurch der Kopf leicht verdreht. Dies bedeutet, es kommt mit einer Überdehnung eines der beiden Halsmuskel zur Welt und neigt dadurch den Kopf zur einen Seite, bei Meerschweinchen gibt sich der Schiefhals oftmals nach max. 2 Wochen, während bei Menschen der Schiefhals durch Fehlbildung oder durch Infektion von Bindegewebszellen medimentkatös behandelt werden muss.

Trächtigkeitstoxikose:

Diese Toxikose ist ein Stoffwechselerkrankung und tritt bei trächtigen Meerschweinchen auf. Der Tod tritt innerhalb von 1-4 Tagen ein. Die schwangeren Damen sollte auch ihren Auslauf bekommen und nicht in kleine Käfige bzw. Boxen gesetzt werden, damit sie sich schonen, denn gerade das ist falsch.

Anzeichen dieser heimtückischen Krankheit sind ein gesträubtes Fell und Appetitlosigkeit.

In den meisten Fällen hilft der Gang zum Tierarzt auch nicht mehr :( Eine Therapie mit Glucose und Calcium ist meistens erfolglos, da der Körper diese Stoffe meist nicht mehr aufnimmt.

Vorbeugung:
Wenig Körnerfutter, sondern lieber Gemüse und Obst verfüttern. Eine 100% Vorbeugungsmaßnahme gegen die Toxikose gibt es leider noch nicht :o(

Verklebte Augen:

Verklebte Augenränder (oft weißlicher Ausfluß) können mehrere Ursachen haben.

Vorbeugung:
Häufigste Ursache ist Zugluft, die auch zur Lungenentzündung führen kann. Es kann aber auch ein Fremdkörper (ein Stück Heu oder Stroh) ins Auge hineingeraten sein.

Zahnfehlstellung:

Die Zähne eines Meerschweinchens wachsen sein Leben lang. Normalerweise schleifen sich die Zähne durch ihren jeweiligen Gegenspieler beim Zerkauen der Nahrung sowie beim Nagen an Ästen, Zweigen und ähnlichem entsprechend ab. Durch Zahnfehlstellungen kann es aber sein, dass der Zahn nicht mehr sauber auf seinen Gegenspieler trifft und entsprechend nicht abgeschliffen wird. Er wächst dann weiter und weiter. Die Schneidezähne Deines Meerschweinchens kannst Du ohne Probleme selbst kontrollieren.

Bei den Backenzähnen ist das schon schwieriger, hier braucht selbst der Tierarzt entsprechende Hilfsmittel zur Kontrolle.

Beginnt nun Dein Meerschweinchen beim Fressen regelmäßig zu sabbern , macht es ungewöhnliche Kaubewegungen, nimmt es zwar Futter in den Mund, läßt es aber wieder fallen, und nimmt dabei vielleicht noch erkennbar ab, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass mit den Zähnen etwas nicht in Ordnung ist. Du solltest dann schnellstens zum Tierarzt gehen. Er wird das Gebiss untersuchen und gegebenenfalls sanieren. War das einmal nötig, so wird es regelmäßig wieder zu machen sein. Mit besonders vielen angebotenen Nagemöglichkeiten besteht vielleicht die Chance, den Zeitraum zwischen den einzelnen Behandlungen etwas auszudehnen. Ein meerschweinchenerfahrender Tierarzt wird Dir raten können, wie oft Du bei ihm vorsprechen solltest. Lieber einmal zu viel hingehen als eine Grundsanierung in Narkose (Risiko!) eingehen!

Zitzenentzündungen:

Zitzenentzündungen erkennt man durch gerötete, heiße und geschwollen Zitzen.

Behandlung:
Eine Salbe, diese ist beim Tierarzt erhändlich.

Andere Erkrankungen:

Auch Tumore können auftreten. Äußerliche Tumore (z.B. an Gliedmaßen) können relativ schnell erkannt und behandelt werden, bei inneren Tumoren ist es leider oft zu spät, um sie nach der Diagnose noch erfolgreich zu therapieren. Solange das Tier keine Schmerzen hat, sollte man abwägen, ob und wie man es behandelt oder ob es nicht für Mensch und Tier humaner wäre, dem Tier die letzten Tage so angenehm als möglich zu gestalten.

   
   


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